«Immer diese Zwinglis!»

Freitag, Mai 3, 2019 - 11:54
Immer diese Zwinglis (Quelle: © Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich / Kati Rickenbach / Brunner&Meyer, Zürich)

Vor 500 Jahren wirkte der Reformator Huldrych Zwingli in Zürich. Aber was geschah damals wirklich? Der Animationsfilm «Immer diese Zwinglis» erzählt Zwinglis Geschichte aus der Perspektive seiner Kinder.

«Immer diese Zwinglis!» Ein Animationsfilm von Kati Rickenbach
Anlässlich des Reformationsjubiläums erschien ein Animationsfilm, der über das Leben und Wirken von Huldrych Zwingli aus der Perspektive seiner Kinder erzählt – humorvoll, nachdenklich, informativ. Ein Film für Kinder und Jugendliche und Junggebliebene.

Huldrych Zwingli hat zweifelsohne viel bewegt. Doch was genau? Der Animationsfilm «Immer diese Zwinglis!» klärt auf, ohne zu belehren. Er versetzt seine Zuschauerinnen und Zuschauer zurück ins spätmittelalterliche Zürich und vermittelt humorvoll und alltagsnah Basiswissen zum Leben und Schaffen des Zürcher Reformers.

Die Filmstory
«Vater wollte die Gesellschaft erneuern. Er wollte sie reformieren. Er hat gesagt, was ihm nicht passt» – begeistert erzählt die 14-jährige Regula ihren Brüdern Ueli und Wilhelm von den Taten ihres Vaters Huldrych Zwingli. Die drei Zwingli-Kinder sind im Gottesdienst im Zürcher Grossmünster. Sie langweilen sich während der Predigt. Doch ihr Gespräch stört die gottesdienstliche Andacht. Schliesslich fliegen die drei Störenfriede in hohem Bogen raus. «Immer diese Zwinglis!», ruft man ihnen hinterher.

Der Film versetzt zurück in das Jahr 1538 – sieben Jahre sind seit dem Tod des Zürcher Reformators auf dem Schlachtfeld von Kappel vergangen. Regula, Wilhelm und der kleine Ueli begeben sich in Zürich auf Spurensuche. Sie treffen auf Leute, die ihren Vater gekannt haben, und stellen viele Fragen: Wer war unser Vater? Was war ihm wichtig? Und warum starb er ausgerechnet in einem Glaubenskrieg, wo er doch gegen die Ausübung von Gewalt gepredigt hatte? Rückblenden zeigen das Leben und Wirken des Vaters. Und die Kinder erkennen, dass er ein Mensch mit Licht- und Schattenseiten war.

Die Idee
Die Idee, die Zwingli-Kinder als Identifikationsfiguren einzusetzen, stammt von Dorothea Meyer-Liedholz (Reformierte Kirche Zürich) und der bekannten Zürcher Comic-Zeichnerin Kati Rickenbach. Zusammen mit der Trickfilmerin und Produzentin Franziska Meyer (Brunner & Meyer) erweckten sie die Figuren zum Leben. «Die Zwingli - Kinder denken, sprechen und verhalten sich wie Kinder von heute, sind gern mal zu Streichen aufgelegt und zeigen auch Zivilcourage», so Meyer-Liedholz. Grundlage des Films ist der Comic «Mit vollem Einsatz», den Kati Rickenbach und Dorothea Meyer-Liedholz vor einigen Jahren herausgebracht haben. «Es geht uns in dem Film vor allem darum, auf unterhaltsame Weise niederschwellige Informationen zur Zürcher Reformation zu vermitteln – das Ganze verpackt in eine Story, die Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren anspricht. Dabei haben wir versucht, thematische Brücken zur heutigen Zeit zu schlagen, etwa zu den Themen Mut und Solidarität», ergänzt Meyer-Liedholz.
Lesen Sie die ausführliche Pressemitteilung.

Mehr Informationen zum Film und einiges Bildmaterial finden Sie unter: www.immerdiesezwinglis.ch
Der Animationsfilm «Immer diese Zwinglis!» auf  YouTube

Quelle: © Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich / Kati Rickenbach / Brunner&Meyer, Zürich