Reformation und Medien

Dienstag, April 10, 2018 - 15:07

Im Rahmen der Dodekade* der reformierten Baselbieter Kirche zur Reformation ist 2018 das Medienjahr. Die Erfindung des Buchdrucks war gleichsam eine Medienrevolution. Die kirchliche Reformbewegung machte sich diese neue Form der Verbreitung von Schriften bald zu eigen: So werden in Basel ab 1518 die Schriften Luthers und Oekolampads gedruckt. Froben, Petri und Cratander sind dabei die führenden Namen.

Das weltweite Reformationsjubiläum hat heute weit mehr mediale Möglichkeiten. Medien werden nicht nur für Schrift und Sprache genutzt: In Büchern, Zeitschriften und Zeitungen. Auch für Ohr und Auge haben sie eine Bedeutung: Radio, Film und Fernsehen sind heute den meisten Menschen zugänglich. Hinzu kommen neuerdings auch die sogenannten ‘social media’, wie Internet, Facebook, Twitter, Instagram oder WhatsApp.

Die Kirchen sind durch all diese verschiedenen Medien gefordert. Wie sollen sie genutzt werden? Einerseits gehört das Erleben von Gemeinschaft wesensmässig zur Kirche, andrerseits werden viele Medien sehr individuell benützt. Die Reformation hat sich den damaligen technischen Fortschritt sofort für das Weitergeben der Botschaft zu eigen gemacht – wie sieht das 500 Jahre später in der heutigen Medienlandschaft aus? Solchen Fragen kann in den Kirchgemeinden im Konfirmandenunterricht, aber auch bei Veranstaltungen für Erwachsene nachgegangen werden.

Filme und Dokumentationen zum Thema Reformation finden Sie im untenstehenden PDF-Dokument.

*Der griechische Ausdruck Dodekade bezeichnet einen Zeitraum von zwölf Jahren. Die Reformation in Basel / Baselbiet hat sich erst 1529 offiziell durchgesetzt.